Campismo Madeira Deuter Inselquerung
Wie aus einem Zwischenhappen eine große Portion wurde

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Mehr Details zu den Camps und der Tourenplanung findet Ihr hier

Campismo Madeira Deuter Inselquerung

Als Zwischenhappen bezeichnen wir immer unsere Reisen, die vor dem großen Jahresurlaub liegen. Die uns mental über dem Wasser halten. Zwischendurch einfach mal raus, wieder was erleben, sein temporär beschränktes Hab und Gut schultern, einfach treiben lassen, den Blick anstelle aufs Smartphone auf die Natur zu richten. So kam es, dass wir Madeira als diesen Happen auserkoren hatten. Touristisch erschlossen, allseits bekannt, von vielen Anderen schon bereist. Nicht gerade unsere Attribute, wenn wir ein Reiseziel wählen. Unsere Erwartungen also dementsprechend gedämpft, aber nicht pessimistisch, denn ein was Gutes hatte das Ganze.

Wir konnten unsere Reise mit unserem Zelt antreten, was dem Plan, die Insel von Ost nach West zu queren, sehr dienlich war. Neben unserer vorhandenen Ausrüstung mussten wir aber wie vor jeder Reise unser Equipment aufstocken. Hier kam nun Deuter ins Spiel, die unseren Plan tatkräftig unterstützten, indem sie uns zum Test praktische Produkte ihrer umfangreichen Palette zur Verfügung stellten. Welche Artikel wir auf Herz und Nieren geprüft haben und warum Madeira nicht nur ein Zwischenhappen war? Das erfahrt Ihr weiter unten im Text. Nun aber genießt erst einmal den 1-minütigen Trailer. Am Ende findet Ihr dann auch noch ein 8.5-minütiges Video mit noch mehr Details. Na, haben Wir Euch neugierig gemacht?

Jens, Täve und Yvonne

 

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Der Urlaub beginnt für die Meisten und für mich auch am Flughafen. Meine Freundin Yvonne dagegen macht drei Kreuze, wenn sie das Reiseziel unter den Füßen hat. Dem geht meist ein übermäßiger Verzehr an Reisetabletten voran. Am Flughafen Zürich musste ich also Yvonne beruhigen, die Augen auf unseren 6-jährigen Sohn Täve haben und die Rucksäcke für den Abflug bereit machen. Da kamen uns die neuen Deuter Flightcover gerade recht. Ohne großen Aufwand waren die Rucksäcke schnell verstaut, geschützt und zum Abflug bereit. Die robusten Rollsäcke haben Handschlaufen, so dass sich der Rucksack immer noch gut bewegen lässt. Dass uns diese Flight Cover im Urlaub noch auf andere Weise dienen würden, war uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Eingecheckt, Sicherheitskontrolle, Boarding. Es konnte als losgehen.

Die Landung auf Madeira, oft als spektakulär und abenteuerlich verschrien, verlief ruhig und in der Nacht vom 10. auf den 11.Juni waren wir schnell in unserem Hotel nahe dem Flughafen angekommen. Es war weit nach Mitternacht und Jeder wollte ins Bett. Gerade hier merkten wir zum ersten Mal, wie praktisch doch die farblich und in unterschiedlicher Größe sortierten Deuter Meshsäcke sind. Sofort war der gewünschte Beutel griffbereit, das gewünschte Kleidungsstück angezogen und schneller als sonst lagen wir im Bett. Zuvor hatten wir uns immer mit unifarbenen Stoffbeuteln geholfen und wenn man dann was suchte, war es Murphy’s Gesetz, dass das Objekt der Begierde im letzten Beutel war.Nun aber kann man Beutel unterschiedlicher Größe benutzen, Jeder von uns hat einen kleinen roten, mittleren orangen und großen grünen Sack.

Damit wir diese dann voneinander unterscheiden können, wurden alle drei roten, orangenen und grünen Säcke jeweils mit einem farbigen Tape am Zipper markiert. Total praktisch machen sich die Säcke dann beim Verstauen, da aufgrund des unterschiedlichen Volumens der Rucksack optimal gestopft und komprimiert werden kann. Auch hier würden wir auf der Tour noch merken, dass die Säcke noch zu vielen anderen Dingen nützlich sind.

Unser Taxi brachte uns zum Ausgangspunkt Santos da Serra, wo unsere Tour bei km 0 startete. Das Wetter war auf unserer Seite, Täve und Yvonne gut gelaunt. Stetig sollte es nun bergauf gehen, bevor es an einer der vielen Levadas weiter entlang ging. Diese künstlich angelegten Wasserkanäle verlaufen ohne große Höhenunterschiede an den dicht bewaldeten Berghängen entlang, an denen parallel meist ein gut ausgebauter Wanderweg verläuft. Dies brachte uns auch auf die Idee, einen Scooter/Roller mit auf diese Tour zu nehmen. So konnte Täve genau an diesen Levadas den Roller nutzen und wenn er dann doch lieber Lust auf Wandern hatte, wurde der Roller als Gepäckträger zweckentfremdet.

Am ersten Camp Terreiros kamen wir nach 9km an. Es sollte einer dieser kurzen und leichteren Touren sein, die kommenden Tage würden uns noch richtig fordern. Aufgrund von Gewichtsersparnis hatten wir die Footprint vom Zelt zu Hause gelassen, so dienten uns nun die Flightcover als Unterlage im Vorzelt. Dort konnten wir unsere Sachen trocken und sauber deponieren. Die orangenen Meshsäcke nutzten wir als Kopfkissen, ideal von der Größe und vom Volumen. Der erste Wandertag auf Madeira ein voller Erfolg, auch dank Deuter.

Am Tag darauf und meist auch in den schroffen Bergen Madeiras war wechselhaftes Wetter angesagt. Die eine Minute Sonne satt, die andere Nieselregen und Wind von allen Seiten. Das Flightcover wurde nun als erste Hülle in den Rucksack gesteckt um die Klamotten zusätzlich vor Nässe zu schützen, die vielleicht minimal durch den Rucksack dringen könnte. Zusätzlich kamen dann noch die signalfarbenen Deuter Raincover als Außenhülle auf den Rucksack und alles war sicher verpackt. Die nächsten Tage führten uns nun über das Zentralmassiv. Hier passierten wir den Pico do Areiro, den Pico do Ruivo und den Pico do Encumeada. Dieser Abschnitt war wohl der härteste, geprägt von steilen Anstiegen, rutschigen Abstiegen, aber auch atemberaubenden Fernsichten, die Einen für die Strapazen belohnten. Bei Tagesetappen zwischen 10 und 20 Kilometern und 1000 Höhenmetern staunten wir über die Kondition von unserem Kleinen.

Die Tunnel, Leitern und Steige schienen ihn bei Laune zu halten. Verkehrte Welt war angesagt. Er musste uns motivieren. Während er leichtfüßig wie eine Gazelle die Leitern hochsprang, kam ich mir wie bei einer Everest Besteigung vor. Einen Schritt nach dem anderen und nach jedem Tritt zwei Sekunden innehalten. Hatten wir zu viel Proviant mitgeschleppt oder waren wir einfach nur älter geworden?

Nach drei Tagen verließen wir die hohen Berge, der Weg führte uns weiter Richtung Westen an Levadas entlang, hinweg durch bis zu einem Kilometer lange Tunnel. Bald erreichten wir die Hochebene Paul da Serra mit ihren markanten Windrädern, die förmlich das gesamte Plateau bedeckten. Während wir in den wilden Bergen nahezu allein unterwegs waren, stießen wir hier wieder auf mehr Tagestouristen.

Ab hier sollte es nun eine stundenlange Talfahrt sein. Wir waren auf 1500 Meter Höhe und unser Ziel war das Meer, zwei Tagesmärsche entfernt. Dort angekommen, am Campingplatz in Porto do Moniz, gönnte ich meiner Familie eine Auszeit. Entspannen, sonnen, baden, den Spielplatz unsicher machen. Wie sollte es anders sein, Täve verletzt sich nie in den Bergen oder der Wildnis, sondern auf einem Spielplatz. Nun gut, wir wollten das Deuter First Aid Kit eigentlich nicht testen, aber nun kam es doch zum Einsatz.

Lange hatten wir diese Utensilien ungeordnet in einem unscheinbaren Beutel verstaut, der nie schnell zur Hand war, wenn man ihn dann mal brauchte. Diese tolle, knallig rote Verbandstasche hat uns aber überzeugt, weil neben der Grundausstattung auch eigene Dinge wie Medikamente o.ä. Platz finden. Täve schnappte sich die Tasche, suchte sich sein Pflaster raus, verarztete sich selbst und wollte fortan die Tasche selbst in seinem kleinen Deuter Kinderrucksack selbst tragen.

Wir hatten also unseren Plan geschafft, von Ost nach West zu kommen. Also gaben wir uns noch eine Zugabe und wollten noch zwei weitere Nächte im Hochland verbringen. So fanden wir dann doch noch so einsame Ecken, dass wir einen Tag keine Menschenseele trafen. Wir wanderten nun also wieder von West nach Ost auf der Hochebene und nach 10 Tagen wurden wir dann an unserem letzten Camp Bica da Cana vom Taxi abgeholt. Unser Flieger sollte am Mittag wieder die Heimreise antreten.

Madeira hat uns auf eindrückliche Art und Weise gezeigt, dass man sich immer selbst ein Bild machen sollte, bevor man urteilt. Auf die leichte Schulter sollte man die Wanderungen und Wanderwege, aber auch das Wetter hier nie nehmen. Es gibt kinderleichte Touren, die Levadas sind entspannt, doch davor und dahinter warten wieder Anstiege, die einem den Zahn gleich zweimal ziehen. Immer wieder mussten wir innehalten und irgendwann sprach Yvonne das aus, was ich in diesen Momenten dann immer dachte. „Ist wohl doch kein kleiner Zwischenhappen, oder?“

Wir danken Deuter für die tolle Unterstützung und das Know-How, was sie in ihre Produkte stecken. Qualität, Verarbeitung, Haltbarkeit und Features überzeugen durch und durch. Wir können und werden Eure Produkte gern weiter empfehlen, aus Überzeugung. Wer gern noch mehr über Madeira erfahren möchte, findet noch weitere Informationen zu den Camps, der Reiseroute und noch mehr Bilder. hier


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