Zypern Troodos E4 Trekking

Eine unbeachtete Perle im Mittelmeer

Zypern Troodos E4 Trekking
Seitenübersicht | direkt zu den Artikeln klicken!

Reiseziel im Überblick
Einleitung
Der E4 auf Zypern
Vorbereitung und Planung
Unsere Tour im Überblick
Nützliche Links
Reisebericht

 
 

 
 

Reiseziel im Überblick  zurück zur Liste

Land | Region

Zypern | Mittelmeer | griechischer Teil (Süden)

Reiseroute

E4 Fernwanderweg ab Troodos (Berg Olympos) Richtung Westen über Akamas Halbinsel

Reisezeit | Dauer

Ende März/ Anfang April | 9 Tage

Klima | Wetter

warm ausgeprägtes, mediterranes Klima | im Troodos Gebirge mit 1952m nachts kalt und ggf. Restschnee, Frost nur noch selten, tagsüber 20 Grad, Niederschlag lässt merklich nach, wechselhaftes Wetter,

Reiseart | Aktivität

Trekking mit Rucksack und Zelt | als Unterstützung Air Scooter Roller, da tendenziell gut befahrbare Pfade

Übernachtung

1.Nacht im Hotel Larco in Larnaca, danach 8 Nächte im Zelt oder Tarp

Flora | Fauna

waldreichste Insel im Mittelmeer mit vielen endemischen Arten wie Zedernbäume, sehr blütenreicher Frühling | artenreiche Vogelwelt, Zypern-Mufflons größte Tierart, exotische Tiere wie Meereschildkröte, giftigstes Tier ist die bis 1m lange Levanteotter (selten tödlich!)

Sicherheit | Tourismus

sehr sichereres EU Land, wenig Kriminalität | Währung Euro, Roaming inklusive, an den Küsten viel englischer Tourismus, Baden im Osten, Kultur im Westen, Troodos Gebirge wenig Tagesbesucher

Anreise

Direktflüge nach Larnaca (Osten) oder Paphos (Westen), Nordzypern nur über Turkei erreichbar

Wildnis Faktor

Wild Zelten ist verboten, wird aber geduldet, Troodos Gebirge unberührt und einsam, daher mittlerer Wildnisfaktor

Kocher Info

In Larnaca genügend Tankstellen, im Troodos keine | Tankstellen sind rar, nur in den größeren Hauptorten | Kartuschen nicht gesehen

Einkaufsmöglichkeiten

Viele Supermärkte in Larnaca und anderen großen Orten, im Troodos nichts außer ab und an kleine Märkte und Touristenstände

 

 

 

Einleitung  zurück zur Liste

Langsam aber sicher erweckt es den Anschein, dass wir uns auf Inseln eingeschossen haben (mal abgesehen von Kirgistan). Doch irgendwie sind diese kleinen Punkte auf der großen Weltkarte so markant und doch überschaubar. Man bereist in eine kurzen Zeit eine kleine Ecke dieser Welt und hat sie dann gesehen. Gerade diese strikte Trennung durch Wasser von anderen Gebieten macht jede Insel für sich einzigartig und nicht vergleichbar. Egal, ob es nur die Menschen und die Kultur sind, die anders ist oder womöglich die ganze Flora und Fauna, die meist auch dann noch endemisch ist. Bei Zypern stand natürlich auch der unbeachtete Aspekt im Vordergrund.

Ein schon sowie so unbeachtetes Reiseziel dann noch in der Vorsaison zu bereisen, das verspricht doch Abgeschiedenheit und Einsamkeit von höchster Güte. In manchen Platzierungen genießt Zypern zu Unrecht den Ruf einer „Insel, die man nicht gesehen haben muss“. Da sich aber diese Behauptung auf Aussagen von Pauschaltouristen stützt, die deutschsprachigen Service, feinste Sandstrände und exklusivste Hotels suchen, kann ich dies so nicht bestätigen. Warum? Ich war im Jahre 2004 schon einmal für eine Woche mit Mountain Bike auf Zypern.

Damals noch nicht so naturverbunden wie heute, aber immer schon mit geschultem Auge für das Schöne in der Natur. So kam es, dass ich nach dieser Reise Zypern in Erinnerung behielt um irgendwann noch einmal mit Rucksack und Zelt zurück zu kommen. Das Troodos Gebirge faszinierte mich schon damals und jeden Abend bereute ich es, wieder ins Hotel im überfüllten Touristenort Paphos zu müssen. Es gab damals auch einen Bericht, der hier mit einigen Bilder veröffentlicht ist. Genau dieser Bericht inspirierte dann auch Yvonne, Zypern zu bereisen. Ich freue mich nun auf ein Wiedersehen und bin gespannt, ob Yvonne den Daumen nach oben oder nach unten hält.

 

 

 

Der E4 auf Zypern  zurück zur Liste

Bei den ersten Recherchen zu einschlägigen Suchbegriffen wie Wandern, Trekking, Routen stießen wir immer wieder auf den Europäischen Fernwanderweg E4, der seit Ende 2005 auch über die Insel Zypern verläuft und dabei den griechischen Teil auf 540km nie verlässt. Dabei nimmt dieser auf dem Weg von der Ost- zur Westküste von Paphos über die Akamas Halbinsel, das gesamte Troodos- Gebirge und den eher flacheren westlichen Teil komplett mit und endet in Larnaca. Da Paphos wie Larnaca Flughäfen haben, bietet sich hier ein Gabelflug an um die einfache Strecke zu Fuß von dem einen zum anderen Flughafen zurück zu legen.

Mittlerweile existiert dieser Weg nun 13 Jahre, aber anscheinend findet er keinen großen Anklang. Dabei scheinen die Gründe klar auf der Hand zu liegen. Zypern ist kein deutsches Urlaubsziel, keine bekannte Wanderinsel und die Infrastruktur entlang des E4’s ungenügend bis schlecht. Während man woanders als Wanderer angesehen und geachtet wird, schütteln Zyprioten den Kopf, wenn sie Touristen sehen, die sich ohne ihr Auto abseits der Straßen fortbewegen. Wandern scheint ihnen ein Fremdwort zu sein. Dazu kommt, dass die vorhandenen fünf Campingplätze nicht gerade gut verteilt am E4 liegen und nicht das bieten, was man sich erhofft. Außerdem haben wir von einer Wegbeschreibung gelesen, wonach nur ein geringer Bruchteil des Weges wirklich Wanderwege oder -pfade sind. Das mag den Einen stören, kommt aber uns zugute.

Auch das Thema Wild Zelten sollte man einmal mehr betrachten, denn ohne diese Art des Übernachtens wird es ein schweres Unterfangen, Unterkünfte und Campingplätze zu finden und strategisch so zu legen, dass man mit Tagesetappen á 15- 20 Kilometern hinkommt. Grundsätzlich ist Wild Zelten verboten, wird aber auf Zypern geduldet und Berichten nach nicht bestraft. Hier gilt mal wieder die Devise „Wo kein Richter, da ist auch kein Henker“. Da man oftmals auf dem E4 allein unterwegs sein wird, sollte es auch keine bemerken, wenn man 30 Meter abseits des Weges sein Zelt oder Tarp aufschlägt. Wo die Zyprioten vermutlich mehr Wert legen, ist das Verbot von offenen Feuer.

Lagerfeuer werden so also tabu sein, außer an ausgezeichneten Plätzen. Also bei der Benutzung des Kochers Acht geben und umsichtig benutzen. Teile der Insel scheinen echt sehr trocken zu sein, was uns auch bei der Wasserversorgung vor Probleme stellen wird. Bis jetzt konnten wir viele kleine Bäche, Ausflugsziele, Wasserfälle, Toiletten und Restaurants am E4 ausmachen und denken, dass uns diese retten werden. Bei der Verpflegung und dem Nachschub an Lebensmitteln sollte man sich auf eine große Schlepperei einstellen. Wir konnten nur in Kykkos einen kleinen Supermarkt ausmachen, ansonsten gibt es westlich des Olymps nichts mehr, erst wieder, wenn man in die Ebene Richtung Akamas kommt. Weitere Informationen und Links zum E4 findet Ihr unter der Rubrik Nützliche Links.

 

 

 

Vorbereitung und Planung  zurück zur Liste

Nach der Landung in Larnaca gehts ins Hotel Larco, wo sich fußläufig eine Tankstelle und ein Supermarkt befindet. Am Mittag bringt uns ein Transfer für ca. 80 Euro nach Troodos (Fahrdauer ca. 1.5 Stunden). Ab da stoßen wir auf den E4 und laufen diesen bis in den Westen um am Ende ab Paphos wieder zurück zufliegen.

Dieses Mal gibt es nur eine Route, an der wir uns orientieren. Da unsere vorhandene Zeit mit der Länge des E4’s kollidiert, müssen wir uns auf einen Teil konzentrieren. Dabei stand auch zur Disposition, das gesamte Troodos Gebirge zu durchwandern, was den Verzicht der Akamas Halbinsel mit sich gebracht hätte. Da ich aber genau dieses westliche Fleckchen Zyperns positiv in Erinnerung habe, baute ich diesen in unseren Plan mit ein. Wo Licht ist, ist aber auch Schatten.

Konkret ist das bei der u.g. Route das Teilstück ab Verlassen des Troodos Gebirges (Ort Lysos) bis hin zum Akamas Forest (Ort Drousha). Hier geht es auf ca. 30km durch übersiedeltes, landschaftlich sicher nicht attraktives Gelände. Dafür bekommen wir noch einmal den Strand und das Meer zu sehen und können bei entsprechenden Verhältnissen auch noch einmal durch die Avakas Schlucht wandern.

Die meiste Zeit werden wir den Spuren des E4’s folgen, da es kein verzweigtes Wandernetz auf Zypern gibt um zu variieren. Jedoch besteht die Möglichkeit, an der B8, kurz nach den Kaladonischen Wassserfällen, nach Süden zu laufen,um die Chantara Wasserfälle zu besuchen. Später kommen wir dann wieder auf den E4 und haben keinen Umweg hinnehmen müssen. Auf der Akamas Halbinsel bestehen dann drei Optionen, die Strecke aufgrund von Zeitmangel einzukürzen.

Wie wir vorankommen werden um die geplanten 189km in 9 Tagen zu schaffen, ist von vielen Faktoren abhängig. Das Gelände und die Streckenführung sollten uns aber in die Karten spielen, da es ab Troodos tendenziell bergab geht und die Wege und Pfade meist breit und gut begehbar sind. So sind 20km sicher ein Tagespensum, was realisitisch ist, zumal wir wieder einmal den Air Scooter Geländeroller mitnehmen werden, der uns auf Madeira und Réunion schon sehr dienlich war.

Zwei Sachen bereiten aber wieder Probleme: Die Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung auf der Strecke. Es gibt nur noch einen kleinen Supermarkt in Kykkos nach 40km und dann wieder nach weiteren 80km in Skoulli oder Kritou Terra. Diese Einkaufsmöglichkeiten sind aber sehr ungewiss und meine Recherchen haben nichts konkretes ergeben, was die Öffnungszeiten in der Nebensaison anbelangt. In der Not müssen uns die vielen kleinen Restaurants am Leben halten. Obwohl unsere Reisezeit noch als regenreich gilt, fand ich an einigen Teilabschnitten weder See, Fluss noch Quelle. Hier müssen wir genau so darauf hoffen, dass wir auf nicht bekannte Versorgungsquellen stoßen.

Unterwegs werden wir auf einige rudimentäre Campingplätze stoßen, diese aber meiden um wild zu zelten. Aus den wenigen Internetberichten über den E4 konnte ich entnehmen, dass Einheimische es wenig stört, wenn man nahe der Natur übernachtet. Wir werden uns also hier ruhig und rücksichtsvoll wie immer verhalten und auch die Waldbrandgefahr nicht außer Acht lassen.

Für unterwegs wird uns wieder unser Garmin begleiten, nützliche Karten findet Ihr unter den Links weiter unten. Parallel dazu als Backup haben wir noch zwei englische Landkarten 1:25.000 mit dabei, eine vom Troodos, eine von Akamas, je 4.95 Euro ein akzeptabler Preis. Bitte bestellt die Karten aber mindestens 4 Wochen vor Eurem Trip. Der Versand kann leider so lange dauern, da er von Zypern aus erfolgt. Alternativ könnt Ihr aber mit dem Händler auch ausmachen, die Karten an ein Hotel auf Zypern zu senden.  Wie der E4 an sich ausgeschildert ist, wird sich zeigen, aber die Karten werden uns bei der Wegfindung sicher das eine oder andere Mal das Leben leichter machen.

 

 

 

Unsere Tour im Überblick  zurück zur Liste

Sehenswerte Stationen auf unserer Route:

  • Kaledonische Wasserfälle
  • Chantara Wasserfall (abseits des E4’s)
  • Cedar Vallay
  • Bad der Aphrodite
  • Lara Beach und Meeresschildkröten
  • Avakas Schlucht

Diese Tagestouren sind wir am Ende gegangen


Quelle Bildmaterial: Garmin Europa Basic Map

 


Quelle Bildmaterial: Garmin Europa Basic Map

 

 

 

 

Nützliche Links  zurück zur Liste

Reitwanderkarte

Diese kostenfreie Version ist sehr detailreich und wird unsere erste Wahl fürs Garmin sein

Kowoma OSM Karte

Zweite Wahl fürs Garmin

Frikart Karte

Dritte Wahl, wenn Reitwanderkarte und Kowoma versagen sollten

Hotel Larco in Larnaca

Gutes, preiswertes Hotel nahe Flughafen, Tankstelle und Supermarkt in der Nähe

Georges Cyprus Taxi

Günstige Preise mit 80 Euro ab Larnaca bis Troodos, nette Email Kommunikation

Reisebericht E4

Informativer Reisebericht von ODS User Heron aus dem Jahre 2011, leider ohne Bilder

Campliste

Eine kleine Übersicht der Camps auf Zypern

Pdf- Download Wanderwege

englische 50-seitige Broschüre über den E4 und andere Wanderwege

Drohne auf Zypern

Was Ihr bei der Mitnahme von einer Drohne beachten müsst. Wichtig: ALLE Drohnen müssen kostenfrei registriert werden

Drohnen Registrierung

Hier kannst Du online Deine Drohne anmelden. Dauert keine 5 Minuten

 

 

 

Reisebericht  zurück zur Liste

Eine Diskussion mit gleichem Bericht und weiteren nützlichen Informationen zu unserer Zypern Reise findet Ihr bei ODS.

Hinweis: Die in den Karten verzeichneten Wasserstellen sind von mir entdeckte Ressourcen, die nirgends sonst auf unseren Kartenmaterialien vermerkt waren. Wenn Ihr die genaue Lage dieser Quellen einsehen möchtet, klickt auf den Link unter dem Bild, der Euch direkt zur zoombaren Karte auf gpsies.de leiten wird.

Direkt zu den Tagen klicken:

 

01.April | Ort Troodoos – Chantara Fluss  zurück zur Liste

GPX Link zur Tour

02:45 Uhr Ankunft in Larnaca. Richtig im Arsch und im Tiefschlaf verlassen unsere Körper den Flieger. Klar, man hätte nun auch gleich die Trekkingtour starten können, aber wir hätten uns wohl nie von diesem Stress erholt. So gingen wir den Urlaub relaxter an. Also ab ins Hotel Larco in Larnaca, keine 10 Minuten vom Airport entfernt und erst einmal ausschlafen. Der Transfer zum Startpunkt würde gegen 13Uhr starten. Auf das Frühstücksbuffet verzichteten wir und gingen lieber noch einmal gegen 11 Uhr an die Uferpromenade runter. Schon hier wurden wir von den Touristenmassen erschlagen. Es war Feiertag, alles war in Aufruhr und in Bewegung.

Der Feiertag war auch der Grund, warum wir uns heute nicht mit dem Einkauf der Lebensmittel herumschlagen mussten. Zum ersten Mal haben wir für die ersten vier Tage alles aus Deutschland mitgenommen. Umso stressfreier konnten wir also unseren Kaffee genießen. 13 Uhr ging es dann los, kurzer Zwischenstopp an einer Tankstelle, Benzinflasche auffüllen und dann weiter. Wir verließen nun die urbanen Räume, nur noch kleinere Dörfer, die Landschaft offen, mit wenig Baumbewuchs, dafür viele Plantagen und Felder. Doch in der Ferne bäumten sich bereits die waldreichen Hänge des Troodos Gebirges auf. Wir waren begeistert und konnten es kaum erwarten, endlich los zu laufen, aktiv zu sein, Urlaub auf unsere Art zu genießen.

Gegen 15 Uhr waren wir im gleichnamigen Ort Troodos angekommen, der nichts weiter als eine Ansammlung von Geschäften für Touristen ist. Der Air Scooter war aufgebaut, die Rucksäcke geschultert, die Gurte fixiert. Dieser eine Moment, wo man nun seine Tour beginnt, ist für uns immer so magisch. Endlich allein sein, gemeinsam was erleben, den Weg als Ziel sehen, das ist alles immer so unbeschreiblich. Es dauerte keine 5 Minuten und wir befanden uns auf der alten, wenig befahrenen Serpentinenstraße ins Tal. Das Wetter sonnig und leicht bewölkt, eine kleine Brise erfrischte die Stirn.

Bald endete der Asphalt und wich einem breiten, steinigen Wanderpfad, der parallel zu einem Bach verlief. Dieser Bach sollte sich bald in den Kaledonischen Wasserfällen herabstürzen. Bis dahin galt es aber noch ein paar Hindernisse in Form von Treppen und Steilstufen zu überwinden. Nun musste Roller und Tagesrucksack zusätzlich geschultert werden. Das Gewicht war auf Maximum gestellt, beim Abstieg schmerzte die linke Kniescheibe höllisch. Statt Mitleid erntete ich von meinen Liebsten nur Gelächter, bei jedem „Ahhh“ und „Ohhrhhr“. Tja, Mitleid bekommt man geschenkt, Gelächter muss man sich verdienen oder wie war das.

 

 

Ich konnte mit dem Schmerz gut umgehen, wusste, dass anfangs die Belastungen immer zuviel sind und es sich einpegeln würde. Also lief ich etwas behindert ausschauend die Stufen herab um den Schmerz zu umgehen. Bald erreichten wir die Wasserfälle. Überall auf der Insel verteilt gibt es diese Touristenmagneten mit klanghaften Namen wie Aphrodite-Bad, Adonis-Bad etc. So waren auch hier und am Trail einige Tagestouristen unterwegs. Schlagartig änderte sich das nun am Abzweig zum E4, der nun seinen eigenen Verlauf nahm. Fortan waren wir allein auf dem Trail unterwegs, der Weg wurde besser, Scooter und Rucksack lasteten nicht mehr auf mir. Entspannung war aber vorerst auch nicht in Sicht, da es erst einmal bergauf ging. Wie meine Kniescheibe braucht auch Täve immer ein wenig Eingewöhnung an das aktive Draußen sein.

Die ersten Schritte sind immer voller Jammern und Meckern. „Ich will auf den Roller“, „Ich kann nicht mehr“ „Wann sind wir endlich da?“ Wir wissen es mittlerweile zu nehmen. Ein wenig Ablenkung und schon denkt er nicht mehr ans Nörgeln. Wir überquerten bald eine Straße, wo es danach noch einmal auf einem schmalen Pfad einige Meter hoch ging. Nach ca. 1 Kilometer erreichten wir eine breite Forstpiste. Fortan sollte sich diese Wegbeschaffenheit nicht mehr ändern. Der Untergrund mal steinig, mal sandig, mal mit Schotter, aber stets gut geeignet für den Roller und auch für einen Chariot Buggy.

Langsam, aber sicher kam eine Abendstimmung auf, die Sonne lag nah über dem Horizont, der Wind ließ nach und die Sonne verlor an Kraft. Trotzdem genossen wir die letzten Schritte des Tages. Bald sollte das Camp erreicht sein. Wir spekulierten auf einen Flussverlauf, der nirgends eingezeichnet war, sich aber vermuten ließ. Unterhalb des Trails befinden sich die Chantara Wasserfälle und irgendwo muss das Wasser ja von oben herkommen und siehe da, ein leises Rauschen in der Ferne wurde bald unüberhörbar als Fluss identifiziert.

 

 

Wir bauten unser Camp 2 Kilometer eher als geplant auf, wir würden die schlappen 2 Kilometer schon irgendwann wieder aufholen. Ein ebener, abgeschirmter Platz unweit der Piste war schnell gefunden. Da Keiner mit 100 Kiefernzapfen im Rücken schlafen wollte, musste erst einmal großflächig bereinigt werden. Bald stand das Zelt, ich hatte Wasser vom Fluss geholt, wir waren gewaschen und saßen nun gemeinsam am Zelt. Täve kletterte noch auf einen der vielen kleinen Bäume herum, während wir uns an das Abendessen machten. Es dämmerte mittlerweile, kurz nach 19 Uhr war die Sonne dann weg und wir mit dem Essen fertig. Bei einem Gläschen Hochprozentigem genossen wir die lang herbeigesehnte Einsamkeit und das wilde Leben im Zelt. Nach einigen Einheiten Uno im Zelt gingen wir noch vor 22 Uhr zu Bett, wir waren doch noch sehr angeschlagen vom Mitternachtsflug.

Klickt hier, um den vollständigen Bericht zu lesen. 80 Seiten, gespickt mit vielen Bildern, Informationen zum E4 und unserer Tour. Im Erlebnisbericht erfahrt Ihr mehr über diese noch unentdeckte Wanderinsel, die zu Recht mit Madeira, Korsika oder Island mithalten kann.


^
Instagram de
X
RECHTLICHES