Hawaii 2015 |

Hawaii | Mehr Superlative geht nicht


 

 

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Das 2.Resümee über 80 Seiten
Das 1.kurze Resümee
Die Vorkenntnisse werden durch Fachwissen ersetzt

DAS REISEZIEL IM ÜBERBLICK


Land | Region

USA | Pazifik 4000km vom Festland entfernt

Reiseroute

Maui - Big Island - Molokai - Kauai

Reisezeit | Dauer

07.August bis 01.September 2015 | 25 Tage

Klima | Wetter

tropisch warm bis heiß , feucht, viel Regen, viel Sonne | am Strand im Zelt auch nachts unerträglich warm und schwül, in den Bergen angenehm, heftige kurze Regenfälle, sehr intensive Sonne

Reiseart | Aktivität

zu Fuß gewandert | mit dem Pilgerwagen (umgebauter Chariot Thule CX1)

Übernachtung

1 Zwischenübernachtung in Washington im Airporthotel, 1 Nacht bedingt durch Flugverspätung auf Kauai im Hotel, ansonsten 22 Tage im Zelt

Flora | Fauna

tropische Regenwälder an den Küsten, Eukalyptuswälder in den Bergen, steppenartige Vegetation in den Kratern, Mangos und Passionsfrucht wachsen wild an der Straße | man hört viele Tiere, sieht aber wenige, Nene Gans und Kardinal haben wir gesehen, keine giftigen Schlangen

Sicherheit | Tourismus

für amerikanische Verhältnisse fühlten wir uns sicher | die Strände und Städte sind überfüllt von Amerikanern, nur das Hinterland ist ruhig, aber sicher nicht wild

Anreise

Mit United via Washington und Chicago nach Maui, Inlandsflüge mit Hawaiian, Rück ab Kauai via San Francisco und Chicago

Wildnis Faktor

niedrig | die wilden Stellen muss man suchen, wild zelten ist verboten (haben es nur 2x gemacht), für jedes noch so rudimentäre Camp muss man bezahlen, überall Restriktionen, das Wasser muss zwingend gefiltert werden


 
 

Das zweite intensivere Resümee  zurück zur Liste

 Wer die Berichte 2013 Azoren und 2014 Island gelesen hat, der weiß, dass ich für mich, für uns und für Täve immer einen sehr umfangreichen Bericht zum Jahresurlaub schreibe. Eine detaillierte Gedächtnisstütze, die man gern selbst irgendwann mal wieder herauskramt, wenn Erinnerungen verblasst sind. Mittlerweile schreibe ich diesen Bericht aber auch gern für meinen kleinen Fanclub. Es fragen mich immer wieder Leute, wann und ob der Bericht den kommt. Sehr verspätet bin ich nun mit diesem Bericht fertig geworden und hee, ich bin unter 80 Seiten geblieben. Wer keinen Roman lesen und auf nette Anekdoten verzichten möchte und der Meinung ist „Hätte auch kürzer gehen können“, der kann gern auf das erste kürzere Resümee zurückgreifen. Alle anderen Leseratten werden nicht enttäuscht, denn nur Ihr werdet erfahren,

  • warum Türen vom VW Bully auf Hawaii schon mal auf der Straße landen
  • warum es auf Hawaii bei den Airlines Sitze gibt, wo drei Europäer Platz hätten
  • wieso Linienbusse drei rot markierte Stufen haben
  • warum ein abdrehender Hurrikan trotzdem für Ärger sorgen kann
  • wer seine kostbaren Fingernägel verlor

Hier mein Bericht zum Download als 45MB-Datei mit Original Fotos oder als 10MB-Datei mit komprimierten Fotos via Dropbox. Viel Spaß damit und bitte Kritik üben!

 

Das erste und kürzere Resümee  zurück zur Liste

„Und? Wie war der Urlaub?“ Wenn man so eine Frage bei der Destination Hawaii gestellt bekommt, erwartet Jeder euphorische Antworten. Reagiert man aber eher verhalten, staunen Alle. Das passiert aber, wenn Faszination auf Ernüchterung genauso trifft wie hohe Erwartung auf Realität. Kurzum, der Urlaub hat sich gelohnt und Hawaii ist immer eine Reise wert, sicher auch eine zweite. Nur sollte man seine Erwartungen runterschrauben. Hawaii ist für die Amerikaner das, was für uns die Kanaren sind, ein Badeziel. Nur weil es für uns Europäer 18 Flugstunden entfernt ist, wird es nicht gleich zum exotischen Reiseziel, denn das hawaiianische Flair muss man auf den Inseln suchen, wogegen man die Amerikanisierung an jeder Ecke findet. Interessiert man sich für die Natur und wagt einen Schritt ins Hinterland oder Inselinnere, dann begegnet einem Einsamkeit und Ursprünglichkeit in Hülle und Fülle und hat wenig mit den Erwartungen zu tun, die einem die Medien vermitteln. Bewegt man sich an der Küste, dann wird Einem das typische Bild von Hawaii vermittelt. Palmengesäumte Sandstrände, weitläufige Hotelanlagen und Surfer, die vor der Küste auf die perfekte Welle warten. Genau diesem Wechselbad der Gefühle waren wir ausgesetzt und somit muss man die Impressionen erst einmal setzen lassen, bevor man mit einem 80-seitigem Bericht wieder einmal ausführlich ausholt.

Der Urlaub fing bereits stressig auf der Autobahn nach Frankfurt an. Ein zweistündiger Stau musste umfahren werden, da sonst die Flüge hinfällig gewesen wären. Auf Landstraßen und später mit Bleifuß wieder auf der Autobahn ging es direkt zum Airport. 16 Uhr waren wir da, der Flug ging 17 Uhr. Da half keine Klimaanlage mehr, ich war schweißgebadet.

Nach einem langen Flug, 2 Umstiegen und einer Zwischenübernachtung in Washington landeten wir endlich auf Maui, unsere erste von vier Stationen. Am Hosmer Grove Camp angekommen stellte ich mit Schrecken fest, dass mir die Amerikanische Sicherheitsbehörde TSA Holzkocher, Essgeschirr und Töpfe weg genommen hatte. Oder doch geklaut? Es fehlte eine übliche Notiz im Gepäck. Was wirklich passiert ist, wird sich noch rausstellen, jedenfalls fing der Urlaub schon mal scheiße an. Ich also wieder die 2500m runter an die Küste, neues Equipment kaufen. Gut vorzustellen, dass es auf Hawaii keinen gut sortierten Outdoorladen a la Globetrotter gibt. So musste ich mir in Walmart und Sports Authority ein Set zusammenstellen, welches uns über den Urlaub retten sollte.

Am Tag darauf der nächste Schlag ins Gesicht. Wir durften nicht mit dem Pilgerwagen in den Haleakala Krater. Angeblich würde er die Natur zerstören. Irgendwie falscher Naturschutz, den wir sahen Pferde, die Schneisen in den Boden zogen und Ranger, die frische Äste beschnitten, damit die Reiter besser passieren konnten. Nun gut, wir mussten umplanen. Gepäck und Essen reduziert und ab in den Krater abtauchen, für 3 Tage. Schon der Abstieg versprach ein Highlight. Wir übernachteten in Paliku und Holua und waren begeistert von den Sonnenaufgängen. Nach diesem Highlight ging es an der kurvigen Nordostküste nach Waianapanapa. Unterwegs musste mehrmals gestoppt werden, Yvonne und Täve sahen kreidebleich aus. Am Ziel angekommen trafen wir auf ein heruntergekommenes, überfülltes Camp. Gut, der Weg hatte sich dafür nicht gelohnt, jedoch verzauberte uns der Küstenabschnitt umso mehr. Tag darauf hieß unser Ziel Lahaina an der Westküste, wo es einen Tag später mit der Fähre nach Molokai gehen sollte.

Von Molokai hatten wir uns viel versprochen, soll sie doch die ursprünglichste Insel sein. Dort angekommen erwartete uns überschwängliche Gastfreundlichkeit. Jeder wollte helfen, einfach ungewöhnlich für uns Deutsche. Erste Nacht am Strand von One Ali Beach. Einen Tag später zog es uns in die Berge von Molokai auf 1200m. Urige Wälder mit immer wechselnden Düften von süß bis herb. Das Wetter wechselte im Minutentakt. Sonne, Wolken, Regen und Wind. Liquid Sunshine – eine besonderes Wetterphänomen. Die Sonne scheint und feinster Sprühregen überzieht den Körper. Angenehme Abkühlung bei schwülen Temperaturen um die 30 Grad. Den zweiten Tag zog es uns an die Nordküste und einen weiteren Tag darauf ging es zu Fuß zum Flughafen. Auf dem Weg dahin wollten uns wieder Einige mitnehmen, ist es doch ungewöhnlich zu Fuß zu gehen. Fußwege sucht man vergebens.

Dritte Insel war Big Island, bekannt für den IronMan und den ewig brodelnden Vulkan. Unser Hauptziel war das grüne Waimanu Valley im Nordosten der Insel. Nur zu Fuß erreichbar. Schwere und steile Aufstiege, extreme Schwüle, Mückenschwärme und am ersten Tag auch noch Starkregen. Irgendwann ging es dann nicht mehr weiter. Flash Floods, so genannte Springfluten machten aus einem Rinnsal einen reißenden, unpassierbaren Strom. Also hieß es wild zelten im Regenwald. Juchhe, was will man mehr. Einen Tag später ging es, auch wieder ohne Pilgerwagen, weiter zum Strand von Waimanu. Dort angekommen fühlten wir uns sofort wie Robinson Crusoe. Einsamkeit, ein paar wenige, andere gleichgesinnte Wanderer. Die Idylle wurde nur durch die Helikopter gestört, die im Minutentakt über das Tal flogen. Sightseeing für Faule! Einen weiteren Tag zum relaxen verbrachten wir im Valley, besuchten nahe gelegene Wasserfälle, ließen es uns gut gehen. Einen Tag später ging es in einem Aufwasch zurück, alle Flüsse waren passierbar, wenn auch der Pegel teilweise bis zum Bauchnabel reichte. Nächstes Ziel: Volcano Nationalpark. Aufgrund der nicht eingeplanten Springflut-Nacht mussten wir im Volcano NP eine Nacht kürzen. Vor Ort stellte sich das als Fehler heraus, da man eigentlich nur Lava und Steine erwartet, jedoch vor Ort viel grün und Abwechslung geboten wird. Wir übernachteten in einem rudimentären Camp südlich des Parks und verbrachten den Tag darauf im Park bevor es nach Hilo ging um die letzte der vier Inseln anzusteuern- Kauai.

Dort mit 3 Std Verspätung angekommen, war es uns nicht mehr möglich, den Plan mit wildzelten am Strand von Waimea einzuhalten. Unterwegs buchten wir eine Nacht im Garden Island Inn und ich gönnte Frau und Kind einen halben Tag am Strand von Hanakapiai. Dann gings aber mit vollen Elan nach Waimea und hoch in den Kokee State Park, der an den Waimea Canyon grenzt. Zwei Nächte dort um einen Tag die Na Pali Coast auf einer Tageswanderung zu sehen. Das hatte sich wirklich gelohnt, obwohl das Wetter nicht so mitspielte. Diese schroff geformte Küste ist ein Muss auf Kauai. Tag darauf folgten wir den Spuren ins Alakai Reserve auf der Camp10 Road. Eigentlich wollten wir ein „Loop“ wandern, jedoch wussten wir nicht, ob der weitere Weg ab dem Camp10 ein Trail oder eine 4WD Road ist. Eine Zwischennacht verbrachten wir erst einmal im Camp Kawaikoi, wo wir in der Nacht von einem fünfstündigen Starkregen überrascht worden, einem Ausläufer des Hurrikans, der zum Glück wieder abzog. Am nächsten Tag hieß das Ziel eigentlich Koaie Camp ohne zu wissen, ob wir weiterkommen. Am Camp10 hatten wir dann Gewissheit. Ab hier ist es wirklich nur noch ein Trail, der zwar breit genug für den Pilgerwagen gewesen wäre, aber aufgrund der Steigungen und Beschaffenheit zu einer Tortur geworden wäre. Keine Ahnung wie lange dieser Weg so gegangen wäre. Sicher noch weiter bis Waialeale. Sehr enttäuschend für uns, da uns dieser Weg in den Canyon geführt hätte. Sicher kommen wir aber wieder um dieses Projekt zu Ende zu führen. Also Nacht im Camp10 verbracht und Planänderungen besprochen. Genial, der Canyon passte doch irgendwie wieder in den Plan. Morgen einfach zurück zum Kokee State Park und Tag darauf runter in den Canyon. Gesagt, getan. Gut, der Weg an der Parkroad zum Kukui Trail war nicht der idyllischste, da sich Autokolonnen durch den Park schoben, aber leider war es die einzige Verbindung und wurde teilweise mit atemberaubenden Blicken auf den Canyon belohnt, wo die Autos nur so vorbeirauschten. Mit jedem Meter runter in den Canyon wurde es wärmer, schwüler und mückenreicher. An der Talsohle angekommen verzichteten wir dankend auf das Wiliwili Camp. Welche Pseudo-Outdoorer hat sich diesen Platz ausgesucht? Durchnässter, wurzelüberzogener Boden. Wir gingen weiter und bauten unser Zelt in der Wildnis auf. Auf ein Camp und ein Trockenklo haben wir noch nie Wert gelegt. Sternenklare Nacht im einsamen Canyon. Toll, hier doch noch gelandet zu sein. Getrübt wurde der Abend nur durch das Wissen, morgen wieder den 600hm Anstieg aus dem Canyon hochwandern zu müssen. Dies sollte unser letzter Wandertag sein, danach ging es nach Waimea per Hitchhiking, eine Nacht im Lucy Wright Park. Einen Tag später hieß es Abschied nehmen. Rückflug am Abend ohne Zwischenübernachtung mit 2x Umstieg. Samstag Abend gestartet, Montag morgen wieder in Frankfurt gelandet.

Der Urlaub war zu Ende, jedoch verfolgten uns noch eine Woche der Jetlag. Wir reden fast jeden Tag über Hawaii. Negativ wie positiv, nette Anekdoten, Menschen, die wir kennenlernten. Noch nie hat uns ein Ziel so gefesselt und polarisiert. Wir müssen die Impressionen noch weiter verarbeiten, doch ist schon jetzt klar, dass es nach Hawaii doch noch andere sehenswerte Ziele geben wird. Wir hatten doch irgendwie gedacht, dass uns Hawaii flashen würde. Nein, wir müssen also weitersuchen. In Alaska, Reunion oder doch Galapagos? :o)

Die Vorkenntnisse werden durch Fachwissen ersetzt  zurück zur Liste

Nein, Honolulu und Waikiki sind keine Inseln. Hawaii besteht nicht nur aus einer Insel und ist kein polynesischer Inselstaat. Okay, vor meinem Job als Reiseverkehrskaufmann deckte sich mein Wissen über Hawaii mit den voran gegangenen Aussagen. Bevor es an die Recherchen zu Hawaii ging, hatten wir Hawaii immer schon im Hinterkopf. Mittlerweile wussten wir, dass auch Maui und Kauai zu Hawaii gehören und die Abwechslung der Inseln von Vulkanen bis hin zu Tropenwäldern reicht. Dies reichte aber nicht aus, um Hawaii intensiv zu bereisen.

Also vorab: Honolulu ist der Zielflughafen von Oahu, der wohl touristischsten der 8 größten Hauptinseln, auch Waikiki Beach befindet sich dort. Wir brauchen nicht erwähnen, dass wir die Insel auf unserer Reise keine Aufmerksamkeit schenken werden. Hawaii kann man zurecht als den entlegensten Ort bezeichnen. Die Inseln liegen 4000km vom Festland entfernt und gehören seit 1959 als 50.Bundesstaat zu  den USA. Hawaii ist nicht USA-like, so unsere Eindrücke zwischen den Zeilen. Die Hawaiianer arrangieren sich mit den USA, aber haben eher ein gespaltenes Verhältnis zu ihrer Mutter. Regeln, Permits und Walmarts wurden ihnen genauso aufdiktiert wie „the American way of life“.

Die größte Insel Big Island (u.a. auch Hawaii genannt) ist etwas größer als Korsika und damit fast doppelt so groß wie alle restlichen 7 Hauptinseln zusammen. Es versteht sich also von selbst, dass wir nicht nur eine Insel besuchen wollen. Unsere Wahl viel also auf Maui, Molokai, Big Island und Kauai. Warum diese Inseln? Molokai soll wohl die letzte der Hawaii Inseln sein, die sich ihren Aloha- Charme bewahren konnte. Big Island ist bekannt für den welthöchsten Meeresberg Mauna Kea (4205m) und wenn man mit den Superlativen übertreiben will, eigentlich auch der höchste Berg der Erde vom Meersboden gerechnet (10000m). Außerdem kann man hier hautnah mit erleben, warum Hawaii geologisch einer der jüngsten Orte ist. Hier spuckt seit 1983 ununterbrochen der Kilauea Lava aus. Man sagt, nur hier ist es möglich, der Lava nahe zu kommen ohne große Gefahren einzugehen. Kauai ist unser Highlight, da wir in dem grünen Wanderparadies unseren größten Teil des Urlaubs verbringen werden. Maui liegt auf dem Weg und soll auch seine Reize haben. Dort werden wir zwei Tage in einem ehemaligen Krater wandern.

Auf allen Inseln wollen wir wie immer die Touristenzentren meiden. Daher wird es uns meist ins Inselinnere verschlagen. Dort findet man tropische Regenwälder genau so wie Lavafelder oder steppenartige Canyons. Auf Molokai findet man die höchsten Meeresklippen der Welt. Sie sind mit 1188m 10x höher als die Kreidefelsen auf Rügen. Auf Kauai liegt des regenreichste Ort der Erde. Es regnet dort 11x mehr als in Deutschland. Die meiste Zeit werden wir campen. Überall auf der Welt würden wir wild zelten, aber nicht in den USA. Dort ist Vorsicht geboten und wir haben rudimentäre Wildcamps gebucht, ergo bezahltes wildzelten. ( Wiki Permits für alle Inseln und Nur Big Island ) Das hochsommerliche Klima wird uns gut tun. Wir haben nach Island endlich mal Wärme verdient. Außerdem wird uns die Natur mit wild wachsenden Papayas, Mangos, Guaven, Avocados und Kokosnüssen verwöhnen.

Aber Achtung , auch auf Hawaii gibt es Gefahren, die von Mensch und Natur ausgehen. Bis dato bereisten wir immer Länder, wo die Kriminalität gen Null tendierte. Auf Hawaii wird man des Öfteren vor Diebstählen und Einbrüchen gewarnt. Also mal einfach sein Zelt und Ausrüstung für einen Tag zurücklassen ist nicht. Ein Kompromiss, mit dem wir leben müssen und können. Das Wasser darf auf keinen Fall unbehandelt getrunken werden. Leptospirosis-Bakterien sorgen für ordentlich Durchfall und können bei Nichtbehandlung auch lebensbedrohlich sein. Es gelangt nicht nur über das Trinken in den Kreislauf, sondern auch über offene Wunden. Ein ernst zu nehmendes Problem, aber wie immer gibt es Lösungen (Tabletten, Wasserfilter und abkochen). Giftige Pflanzen gibt es, aber wir wollen ja nicht auf vegetarisch umsteigen. Giftige Tiere gibt es aufgrund der abgeschiedenen Lage auch fast keine endemischen (nur dort vorkommend). Meist wurden sie eingeschleppt oder importiert. Daher findet man solche Arten eher auf Oahu. Es gibt aber handtellergroße Spinnen, Chamäleons, Geckos, farbenfrohe Frösche, Wildschweine und Munkos, eine Mangustenart. Bei Schlangenvorkommen hört man dies und das. Eins ist sicher, es gibt eine giftige Seeschlangenart, aber nun gut. Grizzlys gibt es nicht, das beruhigt unsere Eltern erst einmal ungemein.

Safety first dachten wir uns aber auch in anderer Hinsicht. Da man sich abseits der Küsten in purer Wildnis befindet und angeblich tagelang durch unwegsames Gelände auf einsamen Wegen unterwegs ist, haben wir uns für Hawaii und die Zukunft ein Satelliten-Messenger zugelegt, der unabhängig von Handynetzen über die Irdium Satelliten zuverlässig arbeitet. Mit ihm kann man an Geos ein Notsignal oder einfach nur SMS/ Emails an Freunde mit Standortinfos senden. Daher ist es möglich, dass Ihr auf Hawaii live dabei sein könnt. Verfolgt unsere Wanderung, aber bedenkt, die Zeitverschiebung beträgt 12 Stunden. Wenn wir frühstücken, geht Ihr gerade ins Bett.


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