Frankreich Alpen Esel Trekking 2020

Mit dem Esel durch die französischen Alpen

Frankreich Alpen Esel Trekking 2020
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Vorbereitung und Planung
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Reisebericht

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Land | Region

Frankreich | Alpen | Nationalparks Mercantour - Queyras - Ecrins

Reiseroute

8 Tage Mercantour
8 Tage Queyras
8 Tage Ecrins

Reisezeit | Dauer

Mitte August bis Mitte September 2020

Klima | Wetter

Alpines, wechselhaftes Wetter mit beständigen Schönwetterabschnitten

Reiseart | Aktivität

Drei Trekkingtouren mit Esel als Packtier

Übernachtung

Überwiegend im Zelt (Bivouac)

Flora | Fauna

typisch alpine Flora | Wölfe, Gämsen, Alpensteinböcke, Steinadler, Bartgeier, Murmeltiere, Europäische Mufflons und Auerhähne

Sicherheit | Tourismus

sehr sicheres Reiseland | sehr gefragte Nationalparks, viele Fernwanderwege

Anreise

mit Auto ab Bodensee ca. 10 Stunden bis Mercantour, Rückreise ab Ecrins ca. 6 Stunden

Wildnis Faktor

Mittlerer Faktor, da man wild zelten kann, jedoch nicht frei seine Route planen kann

Kocher Info

Benzin oder Gas sollten in Frankreich kein Problem sein. Für unseren Benzinkocher nehmen wir das Benzin schon aus Deutschland mit

Einkaufsmöglichkeiten

Wir werden aus Deutschland schon etwas mitnehmen, jedoch bieten sicher kleine Orte oder Städte Supermärkte an, um unser Proviant aufzustocken

Einleitung  zurück zur Liste

Das Vorwort muss wohl dieses Mal länger als gewohnt ausfallen. Wer mittlerweile unseren Reiserhythmus kennt, der wird 2020 die abenteuerlichen Fern- und/oder Flugreisen vermissen. Bei unserer ersten geplanten Tour durch Sardinien machte uns Covid-19 einen fetten Strich durch die Rechnung. Wir mussten die Flüge stornieren und saugten uns Mikroabenteuer in der Heimat aus den Fingern. Da sich Ende Juni die Situation entspannt hatte, war klar, Europa könnte als Reiseziel machbar sein, aber auch unser Fernziel Sibirien würde 2020 nicht stattfinden.

Doch was für Abenteuer warten denn noch in Europa auf Einen, wenn man die einsamen Weiten von Neufundland oder der Mongolei gesehen hat? Es war schwer für uns, ein adäquates Ziel zu finden, aber da lagen doch noch Pläne von 2015 in der Schublade, die wir nach fast 5 Jahren nun wieder vorkramten. 2015 hatten wir im Juni vor, mit dem Esel durch die Alpen zu wandern. Viele Anbieter boten uns nur wenig alpine Touren an. Klar, es lag da überall noch Schnee. Wir wichen in dem Jahr auf eine Esel Tour an der Ardeche aus. Diese Tour war am Ende auch der Auftakt zum Reisen mit Packtieren. Es folgte 2016 Esel Trekking in Kirgistan und 2018 Packpferd Trekking in der Mongolei.

Diese Touren haben uns so auf den Geschmack gebracht, dass wir nun in den französischen Alpen zum Wiederholungstäter werden möchten. Natürlich müssen wir mit Kompromissen leben. Wir werden keine vierwöchige Tour am Stück machen können. Wir können auch unsere Route nicht frei wählen und wir werden sicher auch mehr Dörfer und Ortschaften kreuzen, als uns lieb ist. Es ist aber ein Deal für unsere Ansprüche. Wenigstens bleibt uns das Wichtigste erhalten: Wir können wild und legal wild in der Natur zelten und können ohne Guide unser eigenes Ding machen.

Ihr könnt Euch sicher sein, dass dieses Europäische Abenteuer sicher auch einige unvergesslichen Stories liefern wird.

Vorbereitung und Planung  zurück zur Liste

Zum Glück hatte ich die Recherchen aus 2015 abgespeichert und dies ersparte mir die Suche ein wenig. Anfang Juni 2020 fing ich an, einen groben Plan zu schmieden, der nun für August/ September für die alpinen Gebiete passen sollte. Ich fixierte mich wieder auf die wohl alpinsten Nationalparks Frankreichs. Angefangen ganz im Süden mit Mercantour, in der Mitte Queyras und im Norden Ecrins, reihen sich diese drei parks wie an einer Perlenkette an der italienischen Grenze entlang. Die Strecke von Nizza bis Grenoble beträgt ca. 200 Kilometer. Warum gerade diese drei Parks den Reiz ausmachen?

Wir lieben nun mal die Berge, den Mix aus alpinen Nadelwäldern, einsamen Bergseen, die von saftigen Wiesen umgeben sind, aber auch die unwirtlichen Steinwüsten. Diese Parks bieten uns genau diesen bunten Mix. Dazu kommt noch die Nähe zu Italien, wo man stets auf die alten Militäranlagen des Alpenwalls (Vallo Alpino) trifft. Das eine oder andere Mal werden wir vermutlich auf Relikte dieser Zeit treffen. Ein anderer, wenn nicht der für uns wichtigste Fakt der französischen Nationalparks ist die Möglichkeit des freien Campierens. Wild zelten kennen die Franzosen nicht, sie unterscheiden zwischen Camping und Bivouac. Als wir auf La Réunion, dem französischen Überseedepartement im Indischen Ozean, unterwegs waren, galten dort genau diese Regeln, die wir uns zu Nutze machten.

Als Camping wird das Aufstellen eines Zeltes für mehr als eine Nacht bezeichnet. Darunter fallen auch Wohnmobile oder Camper. Als Bivouac bezeichnet man dagegen das Nächtigen für eine Nacht. Zwei wichtige Voraussetzungen müssen aber beim Bivoauc gegeben sein. Das Biwak muss mindestens eine Stunde Fußmarsch von der letzten öffentlich befahrbaren und befestigten Straße entfernt sein. Das schließt aus, dass Camper, Wohnwagen und Wohnmobile dieses Recht nutzen können, in Nationalparks zu nächtigen. Des weiteren gibt es ein Zeitfenster, in dem Bivouac erlaubt ist. Meist gilt eine Zeit von 19 Uhr abends bis zum darauffolgendem Morgen 9 Uhr, jedoch bin ich bei meiner Recherche auch auf Parks gestoßen, die ein größeres Zeitfenster ab 17 Uhr oder bis 10 Uhr angeben.

Also war nun für uns klar, dass es die drei Nationalparks sein sollen und dass wir diese mit Esel bewandern wollten. Ich schrieb unterschiedliche Eselanbieter an, die sehr übersichtlich auf einer Karte aufgelistet sind. Viele dieser Seiten und Anbieter boten nur franzöischsprachige Seiten an. Mit Mühe fand ich heraus, was sie für Touren anbieten und was ein Esel kostet. Im Schnitt kann man immer mit ca. 50 Euro je Tag für die reine Eselmiete rechnen. Enthalten sind dabei der Packsattel, Decken, Leine, Halfter und ein Pflock. Viele Anbieter haben bereits vorgefertigte Touren, teilweise mit Führer, teilweise auch ohne. Wenn man sich für eine ungeführte Tour entscheidet, verweisen Einen die Anbieter dann meist auf vorgebuchte Unterkünfte.

Das können Gites, Pensionen, kleiner Hotels, aber auch Refugien (Alpenhütten) sein. Die Anbieter haben Absprachen mit den Unterkünften getroffen, wo und wie der Esel dort untergebracht ist. Das gewährleistet dem Besitzer, dass sein Esel stets sicher und korrekt untergebracht ist. Zusätzlich ist man bei seiner Routenwahl komplett eingeschränkt. Man muss die Tour so wie vorgegeben laufen und auch die Distanzen wie geplant schaffen. Jedoch planen die Anbieter meist nie mehr als 15 km je Tag. Diese Anbieter kamen für uns natürlich nicht in Frage und so gestaltete sich die Suche als Herausforderung. Am Ende blieben nur eine handvoll Anbieter übrig.

Diese schrieb ich nun mit meinem Plan an. Als Antwort bekam ich meist im Nenner das Gleiche zu hören. Länger als 8 Tage sind Esel Touren in den Nationalparks nicht möglich und auch hier muss man eine vorgegebene oder vom Anbieter individuell zusammengestellte Route gehen. Dafür aber boten mir alle Anbieter die Option, den Esel ohne Unterkünfte zu buchen und auf der Tour selbst zu entscheiden, wo ich mein Zelt aufbauen möchte. Sie gingen alle auf meine Wünsche ein und meinten nur, dass man sich am Tag vor der Tour zusammensetzen muss, um mögliche Biwakstellen zu besprechen. Schließlich brauchen die Esel Wasser und frisches Gras.

Wir können damit leben, dass uns die Anbieter nicht einfach so einen Esel überlassen. Außerdem kennen Sie das Terrain, wissen, was die Esel können, kennen gefährliche oder unpassierbare Stellen im alpinen Gelände. Wir vertrauen da voll auf die Anbieter, dass die geplanten Touren auch unseren Wünschen entsprechen. Auf jeden Fall können wir nun mit einem Esel als Packtier durch die wilden und einamen Alpen losziehen und können da unser Zelt aufbauen, wo es uns und dem Esel gefällt.

Damit ist auch die Frage beantwortet, warum wir mit unserem nunmehr 9-jährigen Sohn noch einen Esel benötigen. Der Esel soll vorrangig dazu dienen, für die gesamte Zeit das Proviant zu tragen. Da die Esel mit 30 bis 40kg belastet werden können, wird anfangs Täve wohl mehr selbst laufen müssen. Wenn aber das Proviantgewicht nach ein paar Tagen nachlässt, kann dann auch mal Täve auf dem Esel reiten und entspannen. Außerdem hat so ein Esel einen hohen Unterhaltungswert für Alle, besonders für Täve. Der Esel schafft es also, dass wir die drei Touren entspannter angehen können und wir weitestgehend Orte und Supermärkte meiden können.

Aufgrund der langen Anreise zu den Nationalparks haben wir nun auch Puffer zwischen den Touren von einem Tag eingeplant, zumal sich auch die Anbieter wünschen, dass man am Vortag anreist, um einerseits die Tour zu besprechen und andereseits den Esel kennenzulernen. Da die Eselanbieter schon gut gebucht waren, war am Ende die Reihenfolge der Parks vorgegeben. Erst Mercantour im Süden, dann der kleine Queyras Nationalpark in der Mitte und am Ende der Ecrins Nationalpark. Die Autoanreise vom Bodensee dauert 10 Stunden, die Rückreise ab Ecrins nur noch ca. 6 Stunden. Dazwischen liegen 4 Stunden Autofahrt, um die Parks miteinander zu verbinden.

Ein Roadtrip mit Esel Trekking..

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Folgt bald, wenn alles final steht

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Französische Eselanbieter Hier findet man eine virtuelle Karte mit vielen Eselanbietern
Unser Eselanbieter in MercantourDer Anbieter "Anes de Blore" befindet sich in Valdeblore , Mercantour Nationalpark im Süden des Parks
Campingplatz nahe Anes De Blore Für die Vorübernachtung wurde uns der Campingplatz á la Ferme empfohlen, der ganz nah beim Eselanbieter "Anes De Blore" ist
Unser Eselanbieter in QueyrasDer Eselanbieter "Queyr'ane" liegt in Le Raux (Saint Veran), die als Vorübernachtung auch eigene Gites anbieten
Unser Eselanbieter in EcrinsDer Anbieter "Anes en Montagne" liegt im äußersten Norden vom Ecrins Nationalpark
Bivouac Mercantour Hier findet Ihr die Bestimmungen vom Nationalpark Mercantour, leider auf französisch
Bivouac QueyrasHier die Bestimmungen vom Queyras Park zum Thema Bivouac
Bivouac Ecrins Pdf Datei mit französischen Informationen zum Bivouac im Ecrins Nationalpark

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Der folgt natürlich Mitte September!


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