Menu
Kategorien
 
Azoren 2013

Inselhüpfen 2013   |   Ein Hoch auf die Azoren

 

 

DAS REISEZIEL IM ÜBERBLICK

Land | Region

Portugal | Azoren Atlantik

Reiseroute

Terceira- Flores- Corvo- Faial- Sao Jorge- Sao Miguel

Reisezeit | Dauer

August 2013 | 3 Wochen

Klima | Wetter

wechselhaftes Klima warm heiß feucht trocken | in den Bergen dicke Wolken feucht und regnerisch, seltener Sonne, an der Küste meist sonnig, heiß und trocken

Reiseart | Aktivität

auf den Inseln mit Kinderbuggy zu Fuß gewandert, Transfers mit Taxi, zwischen den Inseln Flugzeug oder Boot

Übernachtung

1. und letzte Nacht im Hotel, Rest im Zelt wild, 2-3x auf Campingplatz

Flora | Fauna

sehr grün, viele Weiden, Wiesen und Büsche, seltener größere zusammenhängende Wälder, viele Blumen | außer Nutztiere nichts wildes, viele Vögel, ein besonders nerviges Exemplar: Der Gelbschnabel Sturmtaucher

Sicherheit | Tourismus

sicher | verhältnismäßig arme Region, aber sauber und wenig Tourismus außer auf Sao Miguel (diese Insel verdreckt), im Hinterland meist allein

Anreise

mit SATA ab/an Frankfurt nach Sao Miguel, weiter nach Terceira und nach Flores mit SATA Acores, mit kleiner Fähre nach Corvo, von dort wieder mit SATA nach Faial, mit Fähre nach Sao Jorge, von dort mit Flieger wieder nach Sao Miguel

Wildnis Faktor

mittel | wild zelten wird geduldet, sogar Einheimische geben Tipps, im Zweifel Bauern fragen, Wasser sollte gefiltert werden, haben sehr wenige Langstreckenwanderer getroffen

 

Die Idee

Da meine Freundin und ich nicht die Pauschaltouris sind und auch nie werden, wollen wir unseren Kleinen (2J 3M) auch nicht erst dazu erziehen, sich an Allinclusive Buffets zu laben und in Kinderclubs den Urlaub zu verbringen. Daher testete ich erst einmal die Tauglichkeit der Ausrüstung, meiner Freundin und meines Sohnes, inwieweit diese outdoortauglich sind. Wir zelteten wild in der Pfalz. Einmal mit Kid Comfort Kraxe, das andere Mal mitChariot CX1 Buggy und das letzte Mal bei einer Woche Dauerregen. Danach wurde das Ziel Skandinavien an den Nagel gehangen, meine Frau wollte was beständig Warmes, ich was Exotisches. Nach längerer Recherche im Netz stieß ich auf einige Artikel, die über Wildzelten auf den Azoren schrieben. Das Wetterklischee haftet jedoch an den Azoren wie Fliegen am Pferdearsch. Also musste ich mich vorerst damit auseinandersetzen. Am Ende kamen wir aber zu dem Schluss, dass uns das „Waschküchenwetter“ lieber ist als Kälte und Dauerregen. Mit schnellen Wetterwechsel und ab und an Regen konnten wir leben. Die gleichbleibenden Temperaturen um die 25 Grad gefielen uns. Wir entscheiden uns für die Azoren den CX1 mitzunehmen, da er uns sehr viel Last von den Schultern nehmen und der Kleine den Wetterkapriolen nicht direkt ausgesetzt sein würde. Ich konstruierte ein Gestell um die Ortliebtaschen am CX1 zu befestigen, die auf dem Flug als Handgepäck durchgehen sollten. Ansonsten wollten wir mit nur zwei Kraxen reisen (eine mit den Klamotten gefüllt, die andere mit Zelt, Schlafsäcken und Isomatten), der Buggy ging als Zusatzgepäck für das Kind kostenfrei ohne Voranmeldung mit. Als Übernachtung wollten wir hauptsächlich das Zelt nutzen, mal wild mal auf einen der wenigen Campingplätzen. Bei extremen Regen konnten wir uns auch eine Nacht in einer Pension spontan vorstellen. Pro Tag waren Strecken zwischen 10 und 20km geplant um Zeit für eine Pause zu haben, um die Blicke auch mal nach links und rechts schweifen lassen zu können und um auch dem Kleinen Zeit und Zuwendung zu gönnen. Die grobe Idee war gefasst, nun ging es an die Planung.

Zusammenfassung | Überblick

 

Hier der 73-seitige Bild-Text-Bericht als pdf-Download.
Wer’s kürzer mag, der findet hier eine Zusammenfassung mit Tipps

 

Wir hatten 3 Wochen Urlaub und wollten diese auch optimal ausreizen. So buchten wir mit SATA ab/an Frankfurt, Flugtag Sonntag nach/von Sao Miguel. Dies war der erste Schritt, nun musste recherchiert werden, welche Inseln für uns in Frage kommen würden. Sao Miguel auf jeden Fall, doch nach Insiderempfehlungen sollten wir die Insel am Ende der Reise erkunden, damit man auf kurzfristige und häufig vorkommende Flugänderungen ggf. vor Ort reagieren kann. Die einzige Möglichkeit nach Ankunft auf Sao Miguel ohne Übernachtung weiter zu kommen war mit Terceira auch gesetzt. So waren wir noch am gleichen Tag auf den Zentralazoren. Danach sollte es auf jeden Fall nach Flores und Corvo gehen (die beiden Inseln bilden die Westazoren). Direktflüge waren immer erste Wahl. Zwischen den Westazoren nahmen wir die Fähre. Das geht schneller und spart Zeit. Danach sollte es wieder auf die Zentralazoren gehen, Faial und im Anschluss Sao Jorge. Hier buchten wir wieder eine Fähre. Warum wir die beiden Inseln nicht gleich nach Terceira bereist haben, wenn wir schon mal dort waren? Naja alle Flüge gehen über die Zentralazoren. Hätten wir diese abgehakt und wären dann von den Westazoren zu den Ostazoren geflogen, wäre das mit Umsteigen verbunden gewesen und das wollten wir vermeiden. Warum nicht die Insel Pico mit dem höchsten Berg 2351m? Auch hier mussten wir Prioritäten setzen. 6 Inseln in einem Urlaub sind genug. Wir konzentrierten uns auf Flores und Sao Jorge. Dort jeweils 5 Tage vor Ort, die anderen Inseln meist 3 Tage und Corvo als kleinste Insel nur 2 Tage. Da wir spät auf Terceira am 1.Tag ankamen, buchten wir hier vorab ein Hotel. Auch die letzte Nacht auf den Azoren verbrachten wir im Hotel, da es uns nur dort möglich war, uns wieder so herzurichten, dass wir in etwa den Bildern in den Pässen entsprachen. Nachdem nun alle Flüge, Fähren und Hotels gebucht waren, stand alles fest, nun konnten die Wanderrouten geplant werden. Zu Hilfe nahm ich mir den Rother Wanderführer, an dem ich mich nicht orientierte, sondern nur Detailinfos zu selbst geplanten Routen heraussuchte. Da wir stets mit Navi beim Wandern gut zu Recht kamen, war es auch auf dieser Reise 1.Wahl. Wir nahmen außer einer groben Übersichtskarte Azoren 1:50000 nichts weiter mit. Diese Karte half uns dann vor Ort meist bei den Taxifahrern oder beim Verschaffen eines groben Überblicks viel weiter. Für das Garmin installierte ich in Mapsource die Karten, die man kostenfrei hier oder hier erhält. Diese enthalten neben einem detaillierten Wege- und Wandernetz auch Supermärkte, Brunnen, Toiletten und Bushaltestellen. Diese Karte wurde dann Etrex installiert (Das Navi wählte ich, weil es mit 2 Mignons betrieben wird). Wie ich meine Routen wählte? Oh, das war Sisyphusarbeit. Lange Recherche im Netz, welche Region sehenswert ist, was man gesehen haben sollte und Wanderempfehlungen nachgegangen. Mithilfe von Google Earth und Streetview (nur auf Sao Miguel und Terceira) prüfte ich die Wegetauglichkeit. Bei den Routenverläufen kam mir diese Seite sehr zur Hilfe. Mit Bildern und Tourenbeschreibung kann man sich dort einen Vorgeschmack holen. Als Wegpunkte legte ich alle Tankstellen, Super- und Minimärkte, Brunnen und Toiletten an. Letzteres eher intuitiv, was uns vor Ort dann aber noch viel helfen sollte. Die Tracks waren geplant und abgespeichert, nun musste man nur noch an die Ausgangspunkte der Wege kommen, wenn diese nicht gleich direkt am Flughafen oder Hafen starteten. Hier suchte ich die Busfahrzeiten raus und speicherte die Pläne in der Hoffnung ab,dass sie noch gelten würden. Auch sonst half mir diese Homepage bei meiner Recherche sehr viel. Adressen, Telefonnummern und Orte von Taxiunternehmen, Krankenhäusern etc. speicherte ich auch dem Smartphone ab. Das sollte im Verlauf der Reise noch richtig wichtig werden. Wie sollte nun unser Tagesablauf aussehen? Bei der Ankunft an jedem Flughafen war es wichtig, erst einmal die Benzinflasche (1.5L) zu befüllen und für Nahrung zu sorgen. Tankstellen lagen meist in der Nähe der Flughäfen und man musste nicht lange suchen. Soooo, alles war eigentlich bis ins kleinste Detail geplant, mal schauen wie viel wir davon umsetzen würden.